We are happy to announce a talk by Philipp Rauth (Saarland) in the Historical Linguistics Colloquium. The talk will take place in person.
Date: 12.02.2026
Time: 2pm - 4pm c.t.
Place: IG 2.201
Title: "Restitutive Adverbien im Deutschen"
Abstract:
Die Ambiguität des Adverbs wieder (und vergleichbaren Adverbien in anderen Sprachen) zwischen der restitutiven (1a) und repetitiven Lesart (1b) wurde in den letzten Jahrzehnten intensiv
erforscht (z.B. von Stechow 1996, Fabricius-Hansen 2001).
(1) a. Hannah schließt das FENSter wieder.
b. Hannah schließt das Fenster WIEder.
Die historische Entwicklung und die dialektale Variation stellen jedoch bisher noch ein Desiderat dar. In meinem Vortrag stelle ich eine historisch-dialektale Korpusstudie vor, die (i) zeigt,
dass die erstmals im Althochdeutschen belegte restitutive Lesart von wieder nicht zwingend eine Lehnübersetzung aus dem Lateinischen ist (vgl. Dückert 1957: 6–8), (ii) dass der Pfad des
semantischen Wandels bei solchen Adverbien nicht universell von restitutiv zu repetitiv verläuft (vgl. Zwarts 2019), (iii) dass wieder insbesondere an der westlichen und südlichen Peripherie des deutschen Sprachraums durch eine Vielzahl anderer Lexeme...
We are happy to announce a talk by Heidi Klockman (University of Agder) in the Historical Linguistics Colloquium. The talk will take place online and in English.
Date: February 5th, 2026
Time: 2pm - 4pm c.t.
Place: https://uni-frankfurt.zoom-x.de/j/68838298277?pwd=e8ONY8oIWw7ani8jprI3bkhdUD8FCy.1
Title: "The noun-to-quantifier shift in English and Polish quantificational pseudopartitives"
Abstract:
This talk will reflect on the process by which a noun becomes a quantifier, drawing empirically on ongoing corpus work into English and Polish quantificational pseudopartitives (QPsPs). The QPsP refers to a binominal construction in which one noun (N1) quantifies over another noun (N2), as in English an ocean of ideas and lots of money or Polish kupaNOM robotyGEN ‘a heap/lot of work’.
The QPsP has been a source of interest for cognitive-functional and generative linguists alike: how does a quantificational meaning arise? What changes do the N1 and QPsP undergo as grammaticalization progresses? What is the underlying syntactic structure producing the morphosyntactic properties of QPsPs? Work on English has investigated such questions primarily through advanced N1s such...
We are happy to announce a talk by Ralf Plate (Frankfurt) in the Historical Linguistics Colloquium. The talk will take place in person.
Date: December 18, 2025
Time: 2pm - 4pm c.t.
Place: IG 2.201
Title: "Nutzungsmöglichkeiten der Wortfamilien-Datenbank 'Wortfamilien diachron' (WoDia) am Beispiel der althochdeutschen Adjektive mit dem Präfix un-"
Abstract:
Im DFG-Langfristprojekt 'Wortfamilien diachron' (WoDia) wird eine Wortfamilien-Datenbank zum älteren Hoch- und Niederdeutsch (Althochdeutsch, Mittelhochdeutsch, Altsächsisch, Mittelniederdeutsch) erarbeitet. Grundlage sind die Wortschätze der Referenzwörterbücher der vier Varietäten. Sie werden wortbildungsmorphologisch analysiert und nach ihrer Stammverwandtschaft in Wortfamilien geordnet. Das Ergebnis der Analyse wird für jedes Wort in einer hierarchisierten Strukturformel festgehalten, die seinen Wortbildungspfad beschreibt. – Im ersten Teil des Referats sollen das Projekt und seine halbautomatischen Analyseverfahren genauer vorgestellt werden. Der zweite Teil demonstriert die Recherchemöglichkeiten in der Datenbank exemplarisch an den mit dem Präfix un- abgeleiteten althochdeutschen Adjektiven und ihren verschiedenen Bildungstypen, wie sich sich an den Strukturformeln ablesen lassen.
Informationen zum Projekt: https://www.uni-frankfurt.de/153903162...
We are happy to announce a talk by Andreas Jäger (Universität Bremen) in the Historical Linguistics Colloquium.
The talk will take place in person.
Date: February 13, 2025
Time: 2 pm – 4 pm ct
Place: Room IG 1.201
Title: "Wie dachte und denkt man in Australien und Neuseeland
über Mehrsprachigkeit? Zwei postkoloniale Räume im Vergleich"
Abstract:
Mehrsprachigkeit ist ein prägendes Charakteristikum postkolonialer Gesellschaften. Das Aufeinandertreffen verschiedener Sprecher*innengruppen mit unterschiedlicher Machtverteilung während der Zeit des Kolonialismus zeigt durch sprachliche Koexistenz und Kontakt Nachwirkungen bis in die heutige Zeit. Ein Vergleich zweier benachbarter postkolonialer Staaten mit Englisch als Majoritätssprache, aber jeweils unterschiedlicher sprachlicher Ausgangssituation und Geschichte soll zeigen, in welchem Zusammenhang Mehrsprachigkeit und Dekolonisierung stehen. Sprachliche Diversität und Beziehung zwischen Kolonialmacht und indigener Bevölkerung sowie vorherrschende, teils widersprüchliche Vorstellungen über, beziehungsweise Einstellungen zu den in den Vergleichsräumen verwendeten Sprachen ist dabei von besonderer Relevanz, ebenso wie die geographische Verortung unterschiedlicher Aspekte der Mehrsprachigkeit....
We are happy to announce a talk by Ewa Trutkowski (Bergische Universität Wuppertal / ZAS Berlin) in the Historical Linguistics Colloquium.
The talks will take place in person.
Date: January 16, 2025
Time: 2 pm – 4 pm ct
Place: Room IG 1.201
Title: "Über Unterspezifikation"
Abstract:
Der Vortrag diskutiert Kongruenz und gemismatchte Strukturen sowie die Relevanz bestimmter Merkmalsspezifikationen an Controller und Target. Der Fokus der Beobachtung und Analyse liegt auf Genus- und
Sexusmerkmalen in deutschen Prädikativkonstruktionen und, in
geringerem Maße, auf Relativsätzen mit Köpfen der 1./2. Person Singular....