Corinna Langer und Anna Pressler verteidigen erfolgreich ihre Dissertationen

Am 26.06.2026 wurden zwei Dissertationen aus dem Phonologie-Lehrstuhl erfolgreich verteidigt. Corinna Langer verteidigte ihre Thesis mit dem Titel Focus and Prosody in Hungarian - investigating syntactically unmarked focus am Morgen und Anna Pressler verteidigte ihre Thesis zu Prosodic factors at the phrase level: the positioning of French adjectives am Nachmittag. Wir gratulieren beiden herzlich zu diesem Erfolg! Corinna Langers Dissertation untersuchte zwei Fälle von Fokusmarkierung im Ungarischen in den keine syntaktische Disambiguierend des Skopus von Fokus möglich ist. Durch eine Kombination von Produktions- und Perzeptionsstudien fand sie heraus, dass Prosodie den Skopus von solchen ungarischen Fokuskonstruktionen disambiguieren kann. Sie diskutiert ihre Ergebnisse im Hinblick auf existierende Syntax-Prosodie Mappings. Anna Presslers Dissertation untersuchte die Positionierung von französischen Adjektiven (prä- oder postnominal), welche keine syntaktische oder semantische Präferenz für eine Position haben. In vier empirischen Studien erforschte sie den Einfluss von den prosodischen Faktoren Relative Länge und Rhythmische Alternation, mit der Erkenntnis, dass diese die Positionierung der Adjektive beeinflussen. Sie schlägt Anforderungen für ein Sprachmodell vor,...
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A talk by Marco Segata (Trient)

We are happy to announce a talk by Marco Segata (Uni Trient) in the Historical Linguistics Colloquium. The talk will take place in person. Date: 23.04.2026 Time: 2pm - 4pm c.t. Place:  IG 2.201 Title:  "Das Trientnerdeutsch: Grundzüge einer Stadtsvarietät zwischen Diachronie und Diatopie" Abstract:  Der Beitrag untersucht die Präsenz, Entwicklung und Weitergabe der deutschsprachigen Gemeinschaft in Trient vom Spätmittelalter bis in die frühe Neuzeit und beschreibt das Trientnerdeutsch als urbane Varietät in einem mehrsprachigen Grenzraum. Deutsch, Italienisch und Latein koexistierten dabei in funktionaler Verteilung. Seit dem 12. Jahrhundert entstand die Gemeinschaft durch Migrationsbewegungen, zunächst im Bergbau, später in Handwerk und Handel. Trotz Integration in die Stadt bewahrte sie ihre sprachliche Identität und entwickelte eigene urbane Sprachformen. Eine zentrale Rolle spielten Bruderschaften, insbesondere die Hauerbruderschaft, die als institutioneller Rahmen das Deutsche als Verwaltungs- und Schriftsprache festigte. Die Analyse basiert auf einem Korpus aus dem 15. und 16. Jahrhundert (Statuten, Verwaltungsbücher, notarielle Texte), im Frühneuhochdeutschen, das eine diachrone Rekonstruktion der Sprachpraxis ermöglicht. Das Trientnerdeutsch erscheint als kontaktgeprägte Stadtsvarietät: Lexikalische und morphologische Interferenzen...
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A talk by Philipp Rauth (Saarland)

We are happy to announce a talk by Philipp Rauth (Saarland) in the Historical Linguistics Colloquium. The talk will take place in person. Date: 12.02.2026 Time: 2pm - 4pm c.t. Place:  IG 2.201 Title:  "Restitutive Adverbien im Deutschen" Abstract:  Die Ambiguität des Adverbs wieder (und vergleichbaren Adverbien in anderen Sprachen) zwischen der restitutiven (1a) und repetitiven Lesart (1b) wurde in den letzten Jahrzehnten intensiv erforscht (z.B. von Stechow 1996, Fabricius-Hansen 2001).  (1) a. Hannah schließt das FENSter wieder.      b. Hannah schließt das Fenster WIEder. Die historische Entwicklung und die dialektale Variation stellen jedoch bisher noch ein Desiderat dar. In meinem Vortrag stelle ich eine historisch-dialektale Korpusstudie vor, die (i) zeigt, dass die erstmals im Althochdeutschen belegte restitutive Lesart von wieder nicht zwingend eine Lehnübersetzung aus dem Lateinischen ist (vgl. Dückert 1957: 6–8), (ii) dass der Pfad des semantischen Wandels bei solchen Adverbien nicht universell von restitutiv zu repetitiv verläuft (vgl. Zwarts 2019), (iii) dass wieder insbesondere an der westlichen und südlichen Peripherie des deutschen Sprachraums durch eine Vielzahl anderer Lexeme...
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A talk by Heidi Klockman (University of Agder)

We are happy to announce a talk by Heidi Klockman (University of Agder) in the Historical Linguistics Colloquium. The talk will take place online and in English. Date: February 5th, 2026 Time: 2pm - 4pm c.t. Place:  https://uni-frankfurt.zoom-x.de/j/68838298277?pwd=e8ONY8oIWw7ani8jprI3bkhdUD8FCy.1  Title:  "The noun-to-quantifier shift in English and Polish quantificational pseudopartitives" Abstract:  This talk will reflect on the process by which a noun becomes a quantifier, drawing empirically on ongoing corpus work into English and Polish quantificational pseudopartitives (QPsPs). The QPsP refers to a binominal construction in which one noun (N1) quantifies over another noun (N2), as in English an ocean of ideas and lots of money or Polish kupaNOM robotyGEN ‘a heap/lot of work’. The QPsP has been a source of interest for cognitive-functional and generative linguists alike: how does a quantificational meaning arise? What changes do the N1 and QPsP undergo as grammaticalization progresses? What is the underlying syntactic structure producing the morphosyntactic properties of QPsPs? Work on English has investigated such questions primarily through advanced N1s such...
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A talk by Ralf Plate (Frankfurt) in the Historical Linguistics Colloquium

We are happy to announce a talk by Ralf Plate (Frankfurt) in the Historical Linguistics Colloquium. The talk will take place in person. Date: December 18, 2025 Time: 2pm - 4pm c.t. Place:  IG 2.201 Title:  "Nutzungsmöglichkeiten der Wortfamilien-Datenbank 'Wortfamilien diachron' (WoDia) am Beispiel der althochdeutschen Adjektive mit dem Präfix un-" Abstract:  Im DFG-Langfristprojekt 'Wortfamilien diachron' (WoDia) wird eine Wortfamilien-Datenbank zum älteren Hoch- und Niederdeutsch (Althochdeutsch, Mittelhochdeutsch, Altsächsisch, Mittelniederdeutsch) erarbeitet. Grundlage sind die Wortschätze der Referenzwörterbücher der vier Varietäten. Sie werden wortbildungsmorphologisch analysiert und nach ihrer Stammverwandtschaft in Wortfamilien geordnet. Das Ergebnis der Analyse wird für jedes Wort in einer hierarchisierten Strukturformel festgehalten, die seinen Wortbildungspfad beschreibt. – Im ersten Teil des Referats sollen das Projekt und seine halbautomatischen Analyseverfahren genauer vorgestellt werden. Der zweite Teil demonstriert die Recherchemöglichkeiten in der Datenbank exemplarisch an den mit dem Präfix un- abgeleiteten althochdeutschen Adjektiven und ihren verschiedenen Bildungstypen, wie sich sich an den Strukturformeln ablesen lassen. Informationen zum Projekt: https://www.uni-frankfurt.de/153903162...
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